Auf dieser Seite habe ich ein paar Infos über Puma zusammen getragen und hoffedamit anderen Sammlern eventuelle Fragen beantworten zu können. Wenn jemand weitere interessante Informationen, oder einen Fehler in meiner Darlegung gefunden hat, bitte ich darum mir dieses mitzuteilen. Ich möchte mit dieser Seite eine Hilfestellung für andere Sammler anbieten und freu mich über jeden Beitrag den ich hier veröffentlichen kann!
Alle hier aufgelisteten Infos stell ich jedem Pumafreund gerne zur Verfügung und somit darf sich hier auch jeder etwas für seinen Eigengebrauch kopieren oder ausdrucken!
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Ein Messer besteht aus einer Klinge und einem Griff, dazwischen liegt der vordere Handschutz (Knebel / Fingerschutz). Die Klinge besteht aus der Schneide, einer Spitze sowie nicht geschärfte Bereiche die man als Klingenspiel oder Ricasso bezeichnet. Den ungeschliffenen Bereich zum Griff hin, nennt man dagegen Fehlschärfe. Manche Messer haben auch noch einen Sägeschliff oder eine Hakenklinge eingeschliffen, wie z. B. diverse Sicherheits,- oder Kappmesser. Die Klinge und der Griff, auch Heft genannt, sind mittels der Klingenverlängerung (Angel / Erl) verbunden. Auf dieser Angel ist dann im Normalfall die Beschalung mit ein paar Nieten oder Schrauben befestigt. An manchen Messern findet man zusätzlich noch eine Oese für einen Fangriemen ... dieser dient dazu, das einem das Messer beim arbeiten nicht aus der Hand fallen kann. Am Heftkopf (Griffende) sollte ein gutes Messer einen hinteren Handschutz haben, dieser kann durch eine Vergrümmung oder Verbreiterung des Griffes geschaffen sein.
Seit 1964 werden die Puma - Messer mit Garantienummern versehen. Bei feststehenden Messern, findet man diese Nummern meistens auf dem Knebel (Fingerschutz) "Bild 1" und bei Klappmessern meistens auf dem Niederdrücker für die Feder "Bild 2". Bei einigen Klappmessern wurden die Nummern jedoch auch in die Innenseitedes Messers geschlagen, auf die Messingbleche die die Beschalung tragen. Oder wie beim Waidmesser auf ein Messingblech unter dem Korkenzieher. Seit 1964 gab es auch zu jedem Messer ein kleines Garantiekärtchen, auf dem sich die gleiche Nummer befindet, wie sie auf dem Messer geprägt ist. Meines Wissens gab es zwei verschiedene Arten dieser Garantiekärtchen. - 1964 - 1979 "Bild 3 - 5" ... die Nummer befindet sich im inneren des Kärtchens (die ersten Kärtchen ca. bis 1969 waren noch etwas größer und ohne Bändchen) - 1979 - 2000 "Bild 6 - 8" ... die Nummer befindet sich nun außen auf dem Kärtchen Nach 2000 wird mit dem Messer nur noch ein Zertifikat ausgeliefert in dem das Herstellungsdatum mit Halbjahres und Jahresangabe gedruckt ist. "Bild 9" DieseNummer wurde auch auf dieMesserklinge geätzt. z.B. 103 = erstes Halbjahr 2003 206 = zweites Halbjahr 2006 seit 2007 wird nur noch das Herstellungsjahr angegeben. z.B 07 = 2007
Im 2 Quartal 1996 und im 2 Quartal 1997 ist Puma ein Fehler bei der Datierung unterlaufen. Es wurde die Zahl 96 b.z.w. 97 vertauscht in den Knebel oder den Niederdrücker geschlagen. Diese Fehlprägung ist mir bei den 96er Messern nur beim White Hunter II, Automesser, Jagdnicker, Prince, Jagdtaschenmesser 959, einigen 4 Star`s sowie bei den 97er Messern nur bei einem Jagdtaschenmesser 950 und 959 bekannt. Die Exemplare mit diesen Nummer dürften unter Sammlern gesuchte Objekte sein, da keine weiteren Fehlprägungen bekannt sind. Die Nummer lautet 52962 bei den 96er Modellen ... richtig müsste sie 52692 lauten."Bild 10 / 11 / 12 / 13 / 14 / 15 / 16" Bei dem 97er Modell des 950 lautet sie 53972 ... richtig wäre 53792. "Bild 17 / 18"
Bis ca. 1987 wurde auf die Klinge nur die jeweilige Modellnummer geprägt. (3-stellig bei Foldern und 4-stellig bei feststehenden Messern) Danach wurde jedes Fixed mit einer 6-stelligen und jedes Folder mit einer 5-stelligen Zahl versehen. Aus dieser Nummer ist nun zu erkennen, ob es sich um ein feststehendes oder ein klappbares Messer handelt, sowie aus welchem Material die Griffbeschalung besteht. Die erste Nummer gibt an ob es sich um ein Feststehendes Messer (Fixed) oder ein klappbares Messer (Folder) handelt.Eine 1 steht dabei für ein Fixed und eine 2 für ein Folder. Die zweite Zahl gibt das Griffmaterial an: 1 = Hirschhorn 2 = Holz (Jacaranda, Grenadill, Schlangen, Cocobolo, Wurzel, Eiche) 3 = Corian, ABS, Dupont Zytel, Kraton 4 = Micarta 5 = Hartholz, Fibron 6 = Kunststoff 7 = Hartgummi, Polyamid 8 = rostfreier Stahl, Grossular, Bernstein, Onyx, Lapislazuli, Augenjaspis, Heliotrop, Jade 9 = Sattelleder
Angehängt an den ersten zwei Ziffern, wird die individuelle Artikelnummer des Messers angegeben. Beispiel am Wildtöter mit der Nummer 11 3594
11 = Feststehend / Hirschhornbeschalung 3594 ist die Artikelnummer für den Wildtöter
Bei Sondermodellen können die Angaben jedoch abweichen!
Durch die Zusammenarbeit mit Oberforstmeister Walter Frevert und der Firma Puma enstanden so einige praktische und schöne Jagdmesser und Utensilien. Der begeisterte Jäger widmete sein ganzes Leben dem jagdlichen Brauchtum und nach seinen Vorgaben fertigte Puma die Jagdtaschenmesser 959 und 999 Zerlegbar, den Försternicker, den kleinen und den großen Jagdnicker und das Waidmesser für Schalenwild. Ebenso stammt die Saufeder, der Gebrauchshirschfänger sowie das Waidbesteck, bestehend aus dem kleinen Nicker und dem wuchtigen Waidblatt, nach Wünschen von Frevert. Auchdie Puma Trittsiegel enstanden in Zusammenarbeit mit dem bekannten Oberforstmeister und so wurden durch Walter Frevert die wichtigen Fährtenbilder in Ton abgedrückt und durch PUMA als Aschenbecher in Messing gegossen. Walter Frevert verstarb mit 65 Jahren am 30.Juli 1962 bei einem Jagdunfall, jedoch lebt seine Leidenschaft für die Jagd in den Pumamessern weiter.
Zu dem kleinen Messer 929 für die Fliegenfischerei welches unter "Goldfisch" oder auch unter "Rainbow" bekannt ist, gab es eine kleine Begleitbroschüre in der das Werkzeug detaliert erklärt wird.
Im Laufe der Jahre, gab es verschiedene Verpackungen bei Puma.
Es lässt sich leider keine genaue Angabe darüber machen, in welchem Zeitraum es die einzelnen Verpackungen gegeben hat, da es auch davon abhängig war, für welches Messer sie gemacht wurde.
Hier mal einige Beispiele an Hand des White Hunters.
In den vielen Jahren in denen es die Firma Puma schon gibt, gab es so einige verschiedene Logos auf den Papieren, den Klingen und auf den Scheiden. Lauterjung & Sohn verwendete neben PUMA auch diverse andere Namen wie Capriolo, Pluma, Pumetto, Tuma, Gnat, Katzenbär, My Darling und Capri. Hier seht ihr einige verschiedene Varianten. Durch "klicken" auf die Bilder könnt ihr diese vergrößern!
Die alten Puma Musterbücher wurden damals mit einer dreifarbigen Schnur und einem Siegel gebunden. Diese Schnur und das Siegel findet sich auch an sehr alten Messern, Säbeln, Dolchen und Bajonetten wieder. Hier seht ihr beide Seiten des Siegels und wie die Original Siegelschnur ausgesehen hat.
Ich hab mir mal die Mühe gemacht und eine Liste mit den mir bekannten PUMA - Messern und den dazugehörigen Nummern erstellt. Die neuen IP und TEC Messer berücksichtige ich hier nicht. Sicher wird das ein oder andere Messer in der Liste noch fehlen, aber ich bitte darum mir kurz eine mail zu senden, wenn noch jemand zur Erweiterung beitragen kann. Danke!
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Auf dem amerikanischen Markt werden die Klingengrössen in Zoll / Inch angegeben. Hier hab ich mal die typischen Puma - Klingengrößen mit der Angabe in Zentimeter aufgelistet.
2" = 5,0 cm 2 1/4" = 5,5 cm 2 3/8" = 6,0 cm 2 1/2" = 6,5 cm 2 3/4" = 7,0 cm 3" = 7,5 cm 3 1/8" = 8,0 cm 3 3/8" = 8,5 cm 3 1/2" = 9,0 cm 3 3/4" = 9,5 cm 4" = 10,0 cm 4 1/2" = 11,0 cm 4 3/4" = 12,0 cm 5" = 12,5 - 13,0 cm 5 1/2" = 14,0 cm 6" = 15,0 cm 6 1/2" = 16,5 cm 8" = 20,0 cm 10" = 25,0 - 25,5 cm
Ich werde immer wieder gefragt was es auf sich hat, wenn man beim 959 Jagdtaschenmesser vom 3-liner oder 4-liner spricht. Es geht dabei dann um die Anzahl "Liner" (Messing-Zwischenlagen) in dem Messer. Anhand meines 959 aus 1983 (4-liner) und meinem 959 aus 1966 (3-liner) verdeutlicht das Bild worum es geht. Die 3-liner wurden nur bis Ende der 70er Jahre gebaut und sind die selteneren und natürlich auch wertvolleren Exemplare.
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Rockwell ist die internationale Maßeinheit für die Härte technischer Werkstoffe. Der Rockwelltest an den Klingen der Pumamesser dient also zur Feststellung der Materialhärte. Das Kürzel für diese Maßeinheit besteht aus HR (Hardness Rockwell / Härte nach Rockwell) als Kennzeichnung des Prüfverfahrens gefolgt von einem weiteren Buchstaben, der die Skale und damit die Prüfkräfte angibt. Insgesamt gibt es elf verschiedene Prüfverfahren mit verschiedenen Skalen, Prüfkräften und Prüfkörpern. Für Messer wird die Skala C verwendet. Hierbei findet ein Diamantkegel – auch Cone genannt – Anwendung. Er besitzt eine abgerundete Spitze mit einem Radius von 0,2 mm. Wichtig wird im Test die Eindringtiefe der Klinge. Diese ist bei harten Materialien nicht so tief wie bei weicheren Materialien. Was am Ende des Testes herauskommt, wird HRC genannt, was ausgeschrieben folgendes bedeutet: Ermittelter Härtewert (H) Hardness, das Prüfverfahren (R) nach Rockwell und die Skala (C) Cone. Die Bilder zeigen eine Maschine mit der die Rockwellhärte gemessen wird und des weiteren seht ihr hier die verschiedenen Rockwell-Hinweis-Sticker, die in den Jahren auf den Puma-Messern verklebt worden sind.
Einige mit Jacaranda-Holz beschalte Exemplare gab es nur in sehr geringer Auflage ... Bowie 6396, White Hunter 6377, Hunters Friend 6398, Hunters Companion 6394, Hunters Pal 6397, Buddy 6383, Outdoor 6378, Trail Guide 6382 und Skinner 6373 / 6393. Diese Messer sind aus Katalogen nur in der Ausführung mit Hirschhorn bekannt. Ein paar meiner Exemplare seht ihr hier, weitere sind in der Kategorie Gästepumas zu finden.
Dieser originaler Zeitungsausschnitt stammt aus einer New Yorker Zeitung von 1966 und hier wirbt der USA - Importeur (Gutmann) für das White Hunter und andere Puma Messer.
Im Jahre 2004 erschienen in der Fachzeitschrift "Messermagazin" zwei interessante Artikel über Puma. Mit der freundlichen Genehmigung der Zeitschrift und des Autors, stelle ich hier die beiden Artikel nochmals zur Verfügung. Kleine Korrektur: Das auf dem letzten Bild in der Puma Story zu sehende Cougar gab es natürlich nicht mit Damastklinge, sondern hier wurde nur ein Bildchen vertauscht! Dort sollte eigentlich das Cougar 6500 an Stelle des 6374 zu sehen sein!
In diesem Schreiben an das Puma Werk in Solingen schildert ein Jäger seine Erfahrungen die er mit dem White Hunter während einer Expedition in der Wildnis von British Columbia (Kanada) 1966 gemacht hat. Er zerlegte und häutete mit dem White Hunter 4 große Böcke und ebenso viele Hirsche. Für den Abtransport der 8 Tiere schlug er noch mit der Rückseite des White Hunters alle 32 Läufe unterhalb des Kniegelenkes ab (Foto) und war begeistert von der Schärfe und der Schnitthaltigkeit der Klinge. Er musste die Schneide nicht einmal nachschärfen während der Expedition und weißt noch darauf hin, dass ein Messer wie das White Hunter der beste Freund eines Mannes ist, wenn man sich hundert Meilen von der Zivilisation entfernt in der Wildnis aufhält.